Im Herbst 1945 kam es zur Bodenreform. Das Rittergut von Ponikau wurde aufgeteilt. 43,14 ha Land erhielt die Gemeinde Schönbrunn. 16 Arbeiter erhielten dadurch Ackerland für ihre Familien. Für 19 Bauern verbesserten sich die Lebensbedingungen.Bodenreform 10 ha Land übernahm die Gemeinde für Rückkehrer. Dieses Land wurde später an 13 Rückkehrer vergeben.
Kriegsverbrecher wurden enteignet und bestraft. Einige flohen in den Westen. Der Besitzer der "Amselschänke" wurde enteignet. Das Objekt wurde Volkseigentum. Bis 1947 erhielt der Ort ständig Flüchtlinge aus Ungarn, der CSSR und Polen. Die Einwohnerzahl erhöhte sich bis auf 660. Dadurch kam es zu Wohnraummangel.

KindergartenUm Hausfrauen und Mütter wieder in den Arbeitsprozess zu integrieren, wurde 1952 ein Erntekindergarten eingerichtet, deren Leitung Frau Margarethe Gnauck aus Wölkau übernommen hatte. Die Einrichtung mit seinen 16 Kindern war damals im Gasthaus Schossig untergebracht.

1953 wurde der Kreis Bischofswerda gebildet. Von 1950 bis 1956 hatte das Dorf eine Laienspielgruppe, die jährlich ein bis zwei Mal im Saal im Erbgericht sowie in den Nachbargemeinden Burkau, Uhyst und Stacha auftrat. Von den Eintrittsgeldern wurde im Ort die Straßenbeleuchtung erneuert und erweitert.

Bis 1955 waren alle Kriegsschäden wieder beseitigt und es wurde der neue Kreis Bischofswerda gebildet. Die Gemeinde Schönbrunn gehörte nun zum Kreis Bischofswerda. Wegen Krankheit wird am 15. März 1955 der Bürgermeister Oskar Gnauck durch Herrn Erich Hornuf aus Taschendorf abgelöst. Die ehemalige Molkerei von Paul Schulz wurde 1956 mit Unterstützung des Rates der Gemeinde so ausgebaut, dass der Erntekindergarten dort untergebracht werden konnte. Die meisten Arbeiten wurden in NAW (Nationales Aufbauwerk) erbracht.

LPGMit der Gründung der LPG Typ III am 30. Juni 1958 begann der Prozess der Verstaatlichung der Landwirtschaft. Am 5. April 1960 folgte mit der Gründung der LPG Typ I "Eichberg" eine weitere Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft (LPG). Bis 1975 gingen alle im Ort vorhandenen Einzelbetriebe, begünstigt durch die Fertigstellung der Milchviehanlage, in den Genossenschaften auf.