1990 Der Winter 89/90 war ausgesprochen mild und der Februar wurde als der wärmste seit 1830 von den Meterologen registriert. Vom 20. bis 24. Februar lagen die Tagestemperaturen bei über 18°C. Am Monatsende wüteten Stürme über Westeuropa, die Schäden in Miliardenhöhe verursachten. Im April jedoch gingen die Temperaturen noch mal bis -8°C zurück, wodurch die gesamte Obsternte vernichtet wurde.
Am 2. März wurde im Zuge der Umgestaltung im Lande, die politische Organisation "Nationale Front" aufgelöst. Noch im selben Monat fand die erste freie Volkskammerwahl statt.Regierung 24 Parteien und Organisationen stellten sich zur Wahl. Als Wahlsieger ging die CDU vor der SPD und der PDS hervor. Lothar de Maizière bildete nach langwierigen Verhandlungen eine Große Koalition aus einer Allianz von CDU, der SPD und den Liberalen. Am 12. April 1990 wurde er von der Volkskammer mit 265 Stimmen bei 108 Gegenstimmen und 9 Enthaltungen zum Ministerpräsidenten der DDR gewählt.
Die ersten freien Kommunalwahlen fanden am 6. Mai statt und der Staatsvertrag zur Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion wurde am 18. Mai unterzeichnet und trat am 1. Juli in Kraft. Am 31. Mai trat der neu gewählte Gemeinderat zusammen um den neuen (alten) Bürgermeister, Herrn Eberhard Huste, zu wählen. Sein Stellvertreter wurde Herr Dietmar Leuthold vom Bauernverband.Feier
Offiziell wurde am 23.08. die Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten, die am 3.10.1990 vollzogen wurde, verkündet. Zum dritten Mal in dem Jahr traten die Bürger am 14.10. an die Wahlurnen, um die neu gebildeten Land- und Kreistage zu wählen. Mit der Wahl der Landtage soll die Bildung der fünf ostdeutschen Länder endgültig vollzogen werden, die mit dem Ländereinführungsgesetz der Volkskammer vom 22. Juli 1990 festgelegt worden war.
Durch die Wiedervereinigung wurden Kontakte zu Gemeinden im Westen Deutschlands geknüpft. Schönbrunn hatte sich mit einem gleichnamigen Ort im Odenwald angefreundet und in der Folge kam es am 10. November zu einem Besuch von Schönbrunnern West bei Schönbrunnern Ost. Ihnen zu Ehren wurde ein festlicher Abend in der Gaststätte "Zum Erbgericht" veranstaltet.
Die Bundestagswahl fand am 2. Dezember 1990 statt. Die Wahl zum 12. Deutschen Bundestag stand ganz im Zeichen der am 3. Oktober 1990 erreichten Deutschen Wiedervereinigung.

1991 Nach einem Aufruf des Bürgermeisters, Vorschläge für ein neues Dorfwappen zu unterbreiten, wurden die Ideen bei einer Gemeindevertretersitzung am 14.02. ausgewertet und der Vorschlag von Herrn Heinz Lehmann angenommen. Allerdings konnte wegen fehlender Mittel noch nichts zur Umsetzung gesagt werden.Rathaus
52 Schönbrunner fuhren zum Gegenbesuch am 16./17.03. nach Schönbrunn in den Odenwald. Es lag eine Einladung der dortigen CDU-Ortsgruppe für ein Frühlingsfest vor. Bestehende Kontakte zwischen den Familien wurden ausgebaut und ein umfangreiches Programm mit Begrüßung, Besuch in Heidelberg, Frühlingsfest und Ortsbegehung geboten. Alle Beteiligten waren sich einig, dass es ein sehr gelungenes Wochenende war.
1991 errichtete die Gemeinde auf dem ehemaligen Bahnhofsgelände ein Mehrzweckgebäude, um darin Fahrzeuge und Gerätschaften für die Bewirtschaftung des Ortes unterzubringen. Weiterhin wurde auf mehreren öffentlichen Wegen im Ort und in Kynitzsch eine Schwarzdecke aufgetragen.
Im April kam es während einer Versammlung zur Gründung der Jagdgenossenschaft, zu deren Vorsitz Herr Hans Hantusch berufen wurde.
Mit einem Festakt wurde am 28.06. der neue Kindergarten eingeweiht. Eingeladen waren alle am Bau beteiligten Firmen und alle freiwilligen Helfer. Es waren Vertreter der Gemeinde und des Landratamts anwesend. Die Einrichtung konnte von allen Besuchern besichtigt werden.

Fortsetzung folgt