Wir wissen nicht, was die Bewohner von Schönbrunn im 30-jährigen Krieg erlebten, da hier keine Aufzeichnungen vorhanden sind.Friedensverhandlung 1658, zehn Jahre nach dem 30-jährigen Krieg, beschlossen die Landstände auf dem Landtag in Bautzen, sich einen Überblick über die Zustände auf den Lausitzer Dörfern zu verschaffen, um wieder geregelte Steuerverhältnisse zu bekommen. Schönbrunn gehörte damals dem Herrn von Kötteritz auf Ober- und Niederburkau. Neun größere Bauern und Höfner wurden da aufgezählt. Bemerkenswert sind hier die Namen der Bauern, die in Schönbrunn Jahrhunderte lang zu finden sind. Von den Höfnern wurde genannt: Georg Bader; Christian, Hans, Georg und Martin Souberlich; Martin und Andreas Liebich; Walter Ziegenbalg.
Auch Wirtschaftsbesitzer gab es damals in Schönbrunn schon. Es werden Besitzer von größeren Wirtschaften genannt: Martin Jänich sowie Jacob und Hans Lenner.
Kleinere Wirtschaften besaßen: Hans Seifert, Michael Schalske und Christian Richter. Darüber hinaus wohnten in Schönbrunn 1658 sieben Hausbesitzer. Die Familien Schäffler, 3 x Seuberlich, Höhne, Mühlbach und Liebich.

1663 wurde Schönbrunn von Johan Georg I. von Ponikau übernommen. Dieser starb 1699. Von diesem Jahren an blieben, nachdem der Sohn Johannes Georg III. von Ponikau am 15.10.1702 die väterlichen Güter Schönbrunn, Pohla, Stacha und Taschendorf in seiner Hand vereinigt hatte, im Besitz derer von Ponickau.Adel
Das Lausitzer Adelsgeschlecht von Ponickau, schon vor der Reformation auch in Pohla, übte Gerichtsbarkeit aus und besaß Kollatur (Recht zur Verleihung Kirchenamt). Sie waren Schirmherren des Pohlaer Gotteshauses; in ganz Sachsen in hohen Ämtern, wie Reichstagsgesandter zu Regensburg, Kammerherrn beim Sächsischen König, Kreishauptmann zu Leipzig, Amtsrichter, Landräte. Das ehemalige Rittergutsgebäude wurde nach dem Brand 1722 in heutiger Gestalt errichtet. Die Bestattungen der Herrschaft von Ponickau erfolgte in Grüften unterm Altarplatz, ab 1700 im herrschaftlichen Wald in der Familiengrabstätte/Grüfte auf Anhöhe des Pohlaer Berges. Die letzte Beisetzung war 1947. Nach der Zerstörung und Schändungen um 1970 wurden einzelne Denkmale durch Kirchenvorsteher und Nachfahren derer von Ponickau im Vorhaus der Kirche aufbewahrt. Zur endgültigen Schließung des Waldfriedhofs kam es im Jahre 2000.